
Geschichte, Denkmalschutz, Naturschutz und Erhaltung historischen Erbes
Kölner Festungstage 2026
Aktionswochenende von Fortis Colonia e. V. mit dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, der Arbeitsgemeinschaft Festung Köln und dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen der Stadt Köln
Schwerpunktthema: Türme, Tore, Festungswerke – sichtbare Zeichen der Wehrhaftigkeit
1. Eröffnungsveranstaltung im Neubau der Blauen Funken an der Stadtmauer am Sachsenring
Eröffnungsvortrag von Frau Professor Dr. Barbara Schock-Werner zum diesjährigen Motto.
Termin: Freitag, den 10. Juli 2026 um 18 Uhr
Referentin: Professor Dr. Barbara Schock-Werner
Treffpunkt: Blaue-Funkenweg 2 / Sachsenring, 50677 Köln
Haltestelle: Ulrepforte: Linien 15, 16
Behindertengerechter Zugang
2. Zwischenwerk IIIb bei Mengenich
1923 wurde das 1875–1877 errichtete Zwischenwerk im Nüssenberger Busch zu einer Tageswaldschule mit Schulräumen im Freien umgestaltet. Reste der Schulanlage sind bis heute in der grünen Umgebung erhalten. Nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich hier eine Notunterkunft für Ausgebombte. Seit 2013 hat die Arbeitsgemeinschaft Festung Köln in dem historischen Bauwerk eine informative Ausstellung zum Festungswesen eingerichtet.
Termin: Samstag, den 11. Juli 2026, 10.00–16.00 Uhr
Führung: Mitglieder des Vereins
Treffpunkt: Militärringstraße / Buschweg (Eingang zum Zwischenwerk IIIb), 50829 Köln
Haltestellen: Schumacherring: Linie 127; Görlinger Zentrum: Linie 3
3. Fort IV in Bocklemünd
Von dem 1874–76 errichteten Fort IV existiert seit seiner Schleifung 1922 wie bei allen Forts nur noch die Kehlkaserne. Auf dem Gelände der zugeschütteten Festungsbauteile ließ Fritz Encke ein Sportgelände anlegen, dessen Verwalter in der Kehlkaserne wohnte. Ab 1939–1945 waren hier die Flugabwehrzentrale und die dazugehörige Mannschaft untergebracht. Nach 1945 diente die Kehlkaserne Ausgebombten als Notunterkunft.
Termin: Samstag, den 11. Juli 2026, 11.00 Uhr
Führung: Uwe Zinnow
Treffpunkt: vor dem Fort, Freimersdorfer Weg 2, 50829 Köln-Bocklemünd
Haltestelle: Bocklemünd: Linien 3, 4, 126, 141, 143, 145, 962, 970
4. Fort X, Neusser Wall
Fort X, das älteste und noch weitgehend erhaltene Fort Kölns, errichteten die Preußen 1819-1825. Nach der Aufgabe des inneren Festungsgürtels wurde es 1880 in die Umwallung einbezogen. Nach Aufgabe seiner militärischen Nutzung 1911 begann man, vom Ersten Weltkrieg unterbrochen, das Festungswerk in ein ‚grünes Fort' umzugestalten. Auf dem hoch gelegenen Wallkörper legte Gartendirektor Fritz Encke einen sehenswerten Rosengarten an. Trotz der Einbindung in den Inneren Grüngürtel ließ Encke den Baubestand des Festungswerkes weitgehend bestehen. Christoph Gilles, in Uniform der frühen preußischen Zeit gekleidet, wird in altbewährter Art die gesamte Fortanlage begehen und erläutern. Im Innenhof und den Kasematten des Forts können sich die Besucherinnen und Besucher über die bedeutende Kölner Luftfahrtgeschichte, historische Waffen und in einer Multimediaausstellung über das alte Köln informieren.
Termin: Samstag, den 11. Juli 2026, 11.00 und 14.00 Uhr
Führung: Christoph Gilles
Treffpunkt: Vor dem Fort X (Hofzugang), Neusser Wall 41, 50670 Köln
Haltestellen: Reichenspergerplatz: Linien 6, 18, 140, 184, Worringer Straße: Linien 140, 184, Lohsestraße: Linien 12, 15
5. Fort IV (Fort Paul) im Volksgarten
Das 1822–24 erbaute Fort IV wurde bereits 1886 als militärisches Festungswerk aufgegeben und der Stadt Köln übereignet. 1887–89 wurde es zum ersten ‚grünen Fort' umgestaltet. Nach dem Entwurf des Kölner Gartendirektors Adolf Kowallek verschwanden weite Teile des Bauwerks durch aufwendige Arbeiten unter der Erdoberfläche. Im kleinen Teil des erhaltenen Grabens legte Kowallek einen Garten an und ließ im Sinne der Romantik neue Treppentürme errichten. Zunächst bot die Stadt den Kölnern in dem nunmehr als Gastronomie genutzten Kernwerk Sprudelwasser an. Nach weiteren Umnutzungen richteten sich Künstler seit den 1980er-Jahren ihre Werkstätten in dem Reduit ein. Auch heute stellt das Fort wie seit 1889 einen wichtigen Teil des Volksgartens dar. Die Führung umfasst die Besichtigung des Forts und des Volksgartens. Eine kleine Ausstellung im Fort informiert zur Geschichte des Volksgartens (www.fort-paul.de).
Termin: Samstag, den 11. Juli 2026, 12.00 und 16.00 Uhr
Führung: Mitglieder des Vereins ‚Fort IV e.V.'
Treffpunkt: vor dem Eingang von Fort IV (Reduit) im Volksgarten, 50677 Köln
Haltestelle: Eifelplatz: Linie 12
6. Vom Kunibertstorturm zum "Thürmchen"
Am Übergang von der landseitigen mittelalterlichen Stadtmauer zur Rheinmauer errichteten die Kölner im 13. Jahrhundert den mächtigen Kunibertstorturm, dessen Torpassage jedoch bereits 1370 vermauert wurde. Diesem östlich vorgelagert erhob sich als Gegenstück zum Bayenturm der Kunibertsturm am Rheinufer. Zur Sicherung des Vorfelds der Stadt ließen die Kölner um 1400 das heute oft fälschlich als "Weckschnapp" bezeichnete (Kuniberts-)Wachtürmchen anlegen. Es kontrollierte gleichzeitig den Zugang zur Wallpromenade zwischen den beiden Stadtgräben. Während die Kunibertstürme im 19. Jahrhundert niedergelegt wurden, dient das ‚Thürmchen' seit 1954 Wohnzwecken.
Termin: Samstag, den 11. Juli 2026, 12.00 Uhr
Führung: Alexander Hess
Treffpunkt: Vor dem Haus Konrad-Adenauer-Ufer 55, 50668 Köln
Haltestellen: Ebertplatz: Linien 12, 15, 16, 18, 127, 140, Breslauer Platz: Linien 16, 18
7. Römische Stadtmauer vom Ubiermonument bis zu den erhaltenen Mauern am Dom
Die Römer integrierten das 4/5 n. Chr. errichtete Ubiermonument im ausgehenden 1. Jahrhundert als Eckpunkt der römischen Stadtmauer. Nach Erläuterungen zu dieser nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckten monumentalen Turmanlage (keine Besichtigung möglich) führt der Rundgang entlang der römischen Rheinfront. Hierbei erfahren Sie, was entlang der Strecke ausgegraben, aber nicht zur Besichtigung freigegeben wurde. An zwei römischen Stützmauerteilen am Eingang zur U-Bahn-Haltestelle Heumarkt am Elogiusplatz erfahren Sie, wie die steil abfallende Hangkante gesichert und das Stadtareal dadurch über die Abbruchkante hinaus bis zur neuen Stadtmauer am Fuß des Prallhangs erweitert wurde. Die Führung endet in der Tiefgarage am Dom, wo die anstehende römische Stadtmauer sichtbar ist.
Termin: Samstag, den 11. Juli 2026, 14.00 Uhr
Führung: Jean-Bruno Broicher
Treffpunkt: An der Malzmühle 1/ Ecke Mühlenbach, 50676 Köln
Haltestelle: Heumarkt: Linien: 1, 5, 7, 9, 106, 132, 133, SB 25, 260, 978
8. Turm der Prinzen-Garde
Der Turm der Prinzen-Garde, ein Wehrturm der mittelalterlichen Stadtmauer, bildet mit dem anschließenden Teilstück der Mauer und dem Wehrturm der Blauen Funken eine Einheit. Nach dem Zweiten Weltkrieg sanierte der Kölner Architekt Peter Neufert den kriegszerstörten westlichen Turm und lebte darin bis 1980. 1981 erhielt die Prinzengarde den Turm in Erbpacht von der Stadt Köln. Nach einem Brand stellte die Karnevalsgesellschaft 1999 den Turm verändert wieder her und erweiterte ihn auf der Innenstadtseite mit einem Anbau. Auf der einst stadtauswärtigen Seite deutet der begrünte Graben noch auf den inneren mittelalterlichen Stadtgraben vor der Festung hin.
Termin: Samstag, den 11. Juli 2026, 14,00 Uhr
Führung: Eberhard Pingsdorf
Treffpunkt: Vor dem Turm am Sachsenring, Prinzen-Garde-Weg 1, 50677 Köln
Haltestelle: Ulrepforte: Linien 15, 16
9. Eigelsteintor
Die Eigelsteintorburg ist ein mächtiges Doppelturmtor und wurde im zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts errichtet. Wie das Severinstor dokumentiert auch dieses Tor mit einem Rundbogenportal auf der Stadtseite und einem hohen, spitzbogigen Portal auf der Feldseite den Wandel von der Romanik zur Gotik. Nach Abbruch der Stadtbefestigung wurde es 1889–1892 durch Josef Stübben saniert. Bis zum Zweiten Weltkrieg beherbergte das Tor einen Teilbereich des Historischen Museums. Seit 1994 ist die Eigelsteintorburg der Offenen Jazz Haus Schule e. V. im Erbbaurecht zur kulturellen und offen bürgerschaftlichen Nutzung anvertraut.
Während der Kölner Festungstage veranstaltet die Offene Jazz Haus Schule ihr Sommerfestival 2026 mit Aufführungen von Bands und Vocal-Groups auf Bühnen vor dem Eigelsteintor und im großen Saal. Im Rahmen dieser Veranstaltung ist die Torburg geöffnet und kann besichtigt werden, das Team der Jazzhausschule ist vor Ort und kann Fragen beantworten.
Informationen: www.jazzhausschule.de
Termin: Samstag, den 11. Juli 2026, 12.00 bis 21.00 Uhr
Treffpunkt: Eigelsteintorburg, Eigelstein 135a, 50668 Köln
Haltestelle: Ebertplatz: Linien 12, 15, 16, 18, 127, 140
10. Kleines Mauerstück von Fort III am Bonner Wall
Das Fort III wurde in der zweiten Ausbauphase des inneren preußischen Festungsgürtel 1843–1847 errichtet. Mit der Anlage der Kölner Neustadt ab 1881 verlor es seine Funktion zur Verteidigung der Stadt. 1882–1885 baute der Militärfiskus das Kernwerk und das umgebende Gelände am Bonner Wall zum Festungsgefängnis um, wofür weitere Gebäude errichtet wurden. Um 1968 wurden die Bauten niedergelegt. Im Zuge der Neubebauung des Geländes ab 2015 wurden die gefundenen Grundmauern des Kernwerks archäologisch untersucht. In einer privaten Tiefgarage befindet sich ein erhaltener Raum mit Schießscharte. Eigentümer der Wohnanlage haben sich für den Erhalt eingesetzt und erzählen über die Geschichte des Mauerwerks und des Forts.
Termin: Samstag 11. Juli 2026 um 14.00 Uhr und 15.00 Uhr
Führung: Bärbel & Wolfgang Uellenberg-van Dawen
Treffpunkt: wird bei Anmeldung mitgeteilt.
Teilnahme nur nach Zusage - Anmeldung bis 9. Juli 2026 unter:
Haltestellen: Volksgarten: Linie 142; Eifelplatz: Linie 12; Ulrepforte: Linien 15, 16
11. Fort VI, Deckstein
Fort VI, Deckstein wurde ab 1873 als erstes Fort des stadtauswärts vorgeschobenen äußeren Festungsgürtels errichtet. Nach dem Ersten Weltkrieg durften aufgrund der Forderungen der Alliierten bei allen Festungswerken nur die Kehlkasernen erhalten bleiben, so auch in Deckstein. Spuren der geschleiften Bereiche sind allerdings noch sichtbar. Der Gartendirektor Fritz Encke gestaltete das durch Schleifung nunmehr offene Gelände 1923 zu einem grünen Fort um. In der Kehlkaserne richtete man damals zwei Wohnungen ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden hier Notunterkünfte. In den letzten Jahrzehnten dienten die Kasematten Musikern als Proberäume und die Decksteiner Sportvereine hatten hier ihre Sanitär- und Umkleideräume.
Termin: Samstag, den 11. Juli 2026, 15.00 Uhr
Führung: Wolfgang Wegener
Treffpunkt: Vor dem Fort, 50935 Köln
Haltestelle: Deckstein: Linie 146
12. Burgen im Rechtsrheinischen
Fahrradtour zu Türmen und Gräben von befestigten Häusern entlang der Strunde. Die Motte als Turmhügelburg bildete das Rückgrat der mittelalterlichen Landes-Erschließung und -Verwaltung. Daraus gingen bis heute existierende Wasserburgen und Gutshöfe hervor, bei denen der Turm in vielfältiger Form ein Herrschafts- und Standessymbol und zugleich landschaftsprägendes Element war und ist. Auf dem Weg entlang der Strunde lässt sich die ganze Breite dieser Entwicklung studieren.
Termin: Samstag, 11. Juli 2026, 15.00 Uhr. Dauer ca. 3 Stunden
Führung: Dr. Alexander Kierdorf
Treffpunkt: Haltestelle: Dellbrück Hauptstraße: Linien 3, 13 (Dellbrücker Hauptstraße) bzw. 15.10 Uhr am Thurner Hof
Endpunkt: Haltestelle: Buchheim, Herler Straße: Linie 3, 13 (Herler Ring)
13. Zündorfer Wehrturm
Hoch über einer Steilkante am Rheinufer erhebt sich der 20 Meter hohe Zündorfer Wehrturm nördlich des historischen Siedlungskörpers von Niederzündorf. Der in einer Urkunde erstmals 1380 als Wohnturm erwähnte quadratische Bau wurde vermutlich bereits in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Er entstand etwa zeitgleich mit der staufischen Kölner Stadtmauer des 13. Jahrhunderts und ist damit das älteste profane Bauwerk im Kölner Südosten. Der im 15. Jahrhundert kurzzeitig in Zündorf erhobene Rheinzoll der Herzöge von Berg führte im 19. und 20. Jahrhundert in der regionalen Geschichtsschreibung zu der heute widerlegten These, der Turm sei ein Zollturm gewesen. 1975–1980 wurde der Architekt Gottfried Böhm mit dem Innenausbau des Turms als "begehbare Plastik" beauftragt. Ab 1980 diente der Bau als Zweigstelle des Kölnischen Stadtmuseums. Seit 1993 kümmert sich der ‚Förderverein Zündorfer Wehrturm e. V.' um den Turm, der seit 26 Jahren wechselnden Kunstausstellungen Raum bietet: im Juli 2026 die Ausstellung ‚Gegen die Wand – Farben im Turm' der Künstler Dieter Müller und Kaspar Niemeijer. (www.zuendorfer-wehrturm.de)
Termin: Samstag, den 11. Juli 2026, 15.00–18.00 Uhr ist der Turm zur Besichtigung der Ausstellung geöffnet.
Treffpunkt: Museum Zündorfer Wehrturm, Hauptstraße 181 (Weg: Am Courts Garten), 51143 Köln-Zündorf
Haltestellen: Zündorf: Linien 7, 117; Zündorfer Groov (Fahrtrichtung Langel): Linie 117
14. Zwischenwerk Va (Freiluga) in Müngersdorf
Von dem 1875–77 errichteten Zwischenwerk Va blieben nach der Schleifung 1920/21 nur die Kehlkaserne und Spuren der Gräben erhalten. Um 1925 ließ der Gartendirektor Fritz Encke auf dem nun offenen Gelände die Freiluft- und Gartenbauschule anlegen. Die Teile der einst wehrhaften Gräben bezog er in seine Planung mit ein. So existiert im nördlichen Grabenteilstück heute ein kleiner Zierweiher. In einer Führung wird die Anlage auch mit ihrem zur Lehre gepflanzten Bewuchs erläutert.
Termin: Sonntag, den 12. Juli 2026, 11.00 Uhr
Führung: Angelika Burauen
Treffpunkt: Vor dem Zugang Belvederestraße 159, 50933 Köln-Müngersdorf
Haltestelle: Belvederestraße: Linie 144
15. Rheinseitige Stadtbefestigung im 19. Jahrhundert
Unter preußischer Herrschaft wurde die rheinseitige Stadtbefestigung modernisiert und verstärkt. So errichtete man auf der Rheininsel Werthchen, die den neuen Sicherheitshafen umschloss, eine neue Mauer. Der zunehmende Schiffs- und Eisenbahnverkehr für Handel und Tourismus erforderte aber immer mehr Durchlässe. Ab 1880 kämpfte die Kölner Stadtverwaltung für den vollständigen Abriss der rheinseitigen Stadtmauer zugunsten einer breiten Uferstraße. 1891 einigte man sich mit der preußischen Militärverwaltung auf mobile Sperrgitter, die im Armierungsfall installiert werden konnten. Der Spaziergang führt zu Orten, an denen die Veränderung der rheinseitigen Stadtbefestigung im 19. Jahrhundert nachgezeichnet werden kann, bis zum letzten erhaltenen Mauerstück für die mobilen Sperrgitter.
Termin: Sonntag, den 12. Juli 2026, 11.00 Uhr (bis 12.30 Uhr)
Führung: Martin Lehrer M. A., RVDL
Treffpunkt: Bayenturm, Bayenstraße Höhe Severinswall, 50678 Köln
Haltestelle: Ubierring: Linien 15, 16
16. Fort X, Neusser Wall
Siehe die Veranstaltungsbeschreibung unter Punkt 4
Termin: Sonntag, den 12. Juli 2026, 11.00 Uhr
Führung: Christoph Gilles
Treffpunkt: Vor dem Fort X (Hofzugang), Neusser Wall 41, 50670 Köln
Haltestellen: Reichenspergerplatz: Linien 6, 18, 140, 184; Worringer Straße: Linien 140, 184; Lohsestraße: Linien 12, 15
17. Fort IV (Fort Paul) im Volksgarten
Siehe die Veranstaltungsbeschreibung unter Punkt 5
Termin: Sonntag, den 12. Juli 2026, 12.00 und 16.00 Uhr
Führung: Mitglieder des Vereins ‚Fort IV e.V.'
Treffpunkt: vor dem Eingang von Fort IV (Reduit) im Volksgarten, 50677 Köln
Haltestelle: Eifelplatz: Linie 12
18. Turm der Prinzen-Garde
Siehe die Veranstaltungsbeschreibung unter Punkt 8
Termin: Sonntag, den 12. Juli 2026, 12.00 Uhr
Führung: Eberhard Pingsdorf
Treffpunkt: Vor dem Turm am Sachsenring, Prinzen-Garde-Weg 1, 50677 Köln
Haltestelle: Ulrepforte: Linien 15, 16
19. Tiefbunker der Reichsbahn, Nippes
Bei dem 1941 erbauten Tiefbunker (Werkstattstraße 102) handelt es sich um die Luftschutz-Leitstelle der Reichsbahn Köln. Der Werk-Luftschutzleiter Christian Klefisch kam am 21.12.1944 bei dem Volltreffer einer amerikanischen 10 Zentnerbombe auf den Bunker in seinem Büroraum ums Leben. In dem Trefferraum klafft noch immer ein Loch in der Betondecke. Im Bunker befinden sich der eingerichtete Büroraum des Werkluftschutzleiters, der eingerichtete Fernmelderaum, ein Bettenraum mit 18 Betten für die Werkluftschutzmänner, ein Krankenbehandlungsraum mit Ausstattung sowie weiteren Ausstellungsstücke. Betreut wird der Bunker durch die Arbeitsgemeinschaft Festung Köln e.V..
Termin: Sonntag, den 12. Juli 2026, 15.00 Uhr
Führung: Peter Skibbe, Uwe Zinnow
Treffpunkt: am Ende der Wagenhallenstrasse unter dem Spielplatz, neben der alten Kantine, heutiger Kindergarten Lummerland, 50733 Köln
Haltestellen: Bf. Köln-Nippes: Linien S6, S11; Sechzigstraße: Linie 127; Wilhelmstraße: Linie 147
20. Fort X in Höhenberg
Das 1877–1880 errichtete rechtsrheinische Fort X am Nohlenweg zeigt seine erhaltene Kehlkaserne am heute noch geschlossenem Kehlhof und die relativ gut erkennbaren Teilstücke der Wälle und Gräben. Die militärisch nutzbaren, feindwärts gerichteten Fortteile einschließlich der zentralen Baulichkeiten wurden 1922 geschleift. 1923 ließ der Kölner Gartenbaudirektor Fritz Encke hier eine große Volkswiese anlegen. Während des Zweiten Weltkrieges brachte man hier die Hauptbefehlsstelle für Luftschutzeinheiten unter. Nach der nur an diesem Werk durchgeführten umfangreichen Sanierung in den 1980er-Jahren bietet die Anlage heute den besten Einblick in die Gestaltung eines äußeren preußischen Festungswerks.
Termin: Sonntag, den 12. Juli 2026, 13.00 Uhr
Führung: Dr. Thomas Irlenbusch
Treffpunkt: vor dem Fort, Zugang zwischen Frankfurter Straße und Nohlenweg, 51103 Köln
Haltestelle: Sportpark Höhenberg: Linien 1, 151, 152
21. Fort I am Oberländer Wall
Das 1830 als Rheinschanze errichtete Festungswerk wurde 1841–47 zum Fort ausgebaut. Nach Integration in die ab 1881 erstellte Umwallung der Neustadt ließ die Stadt Köln es 1911 durch den Gartenbaudirektor Fritz Encke zum grünen Fort umgestalten. Dabei bewahrte er so weit wie möglich die Festungsgestalt. Diese ist heute erkennbar durch erhaltene Bauteile des Forts oder eine Modellierung des Grüngeländes entsprechend der Höhenlage ehemaliger Bauteile. 1926 entwarf Otto Scheib das bekrönende Kriegerdenkmal mit der Adlerplastik von Georg Grassegger. Das Reduit nutzte man seit 1919 als Mensa. Heute dient es dem Jugendzentrum Köln e. V. als Bauspielplatz Friedenspark.
Termin: Sonntag, 12. Juli 2026, 13.00 Uhr
Führung: Dirk Wolfrum und Thomas Hilker
Treffpunkt: vor dem Fort am Oberländer Wall, 50678 Köln
Haltestelle: Ubierring: Linien 15, 16, 133; Bonner Wall: Linien 17, 106, 132, 133
22. Römische Stadtmauer vom Ubiermonument bis zu den erhaltenen Mauern am Dom
Siehe die Veranstaltungsbeschreibung unter Punkt 7
Termin: Sonntag, den 12. Juli 2026, 14.00 Uhr
Führung: Jean-Bruno Broicher
Treffpunkt: An der Malzmühle 1/ Ecke Mühlenbach, 50676 Köln
Haltestelle: Heumarkt: Linien: 1, 5, 7, 9, 106, 132, 133, SB 25, 260, 978
23. Zündorfer Wehrturm
Siehe die Veranstaltungsbeschreibung unter Punkt 13
Termin: Sonntag, 12. Juli 2026, 14.00–18.00 Uhr ist der Turm zur Besichtigung der Ausstellung geöffnet.
Treffpunkt: Museum Zündorfer Wehrturm, Hauptstraße 181 (Weg: Am Courts Garten), 51143 Köln-Zündorf
Haltestelle: Zündorf: Linien 7, 117; Zündorfer Groov (Fahrtrichtung Langel): Linie 117
24. Fort X am Neusser Wall
Für das Kernwerk (Reduit) des schon lange restaurierungsbedürftigen Fort X, des ältesten Forts Kölns, liegen bereits unterschiedliche Sanierungspläne vor. Junge Architekten haben nun Entwürfe für das gesamte Festungswerk mit Gräben und Wällen vorgelegt. Sie wollen Räume für lebendige generationsübergreifende Begegnungen und Erlebnisse schaffen. Hierbei wurden die besondere Topografie der Anlage mit Höhen und Tiefen und die außergewöhnlichen Zuschnitte der Räume berücksichtigt. Die hier vorgesehenen öffentlichen Nutzungen innerhalb des Grünbereiches sind insofern zu befürworten, als dieses zum Erhalt des Denkmals notwendig sind.
Termin: Sonntag, den 12. Juli 2026, 14.00 bis 17.00 Uhr
Führung: Martin Alexander Henessy und Philipp Marvin Molter
Treffpunkt: Vor dem Fort X (Hofzugang), Neusser Wall 41, 50670 Köln
Haltestellen: Reichenspergerplatz; Linien 16, 18, 140, 184; Worringer Straße: Linien 140, 184; Lohsestraße: Linie 12, 15
25. Artilleriewagenhalle in Ehrenfeld
Die 1879 erbaute Artilleriewagenhalle ist die einzige erhaltene preußische Halle dieser Art in Köln. Einst existierten 20 dieser Bauten in der Festungsstadt. Die Halle ist eines der wenigen außerhalb der Festungsgürtel gelegenen Objekte, die die preußische Großfestung dokumentieren. Entsprechend der Vorgaben des damaligen preußischen Artillerie- und Ingenieurs-Korps ist das Bauwerk sehr einfach und zweckdienlich gehalten. Die senkrechte Gliederung der Längsfront mit vertikal übereinandergesetzten Fenstern entspricht der gründerzeitlichen Gestaltungsweise. Als weitere Untergliederung der Fassade besitzt der Bau nur Fensterbänke in Basalt und einen schmalen Backsteinfries mit wechselnd schräg zueinander gesetzten Steinen. Die genehmigte Planung des gegenwärtig leer stehenden und nicht mehr ganz original erhaltenen denkmalwerten Gebäudes sieht vor allem Wohnungen vor. Die Halle soll durch einen Erbpachtvertrag an das inklusive Wohnprojekt der Genossenschaft ‚WohnWerk Cologne' vergeben werden. Vertreter des Wohnprojekts werden die Planungen und das Projekt vorstellen.
Termin: Sonntag 12. Juli 2026, 14.00 Uhr
Führung: Roland Schüler mit der Projektgruppe Zwischennutzung
Treffpunkt: Eingang Alpener Straße 4-6 (Nähe Venloer Str.), 50825 Köln
Haltestellen: Leyendecker Straße: Linien 3, 4; Rochusplatz: Linien 3, 4, 139, 141, 143
Behindertengerechte Veranstaltung
26. Stadtmauer am Gereonswall
Der mittelalterliche Mauerabschnitt am Gereonswall zeigt noch seine ursprüngliche Gestalt und somit noch wie zur Erbauungszeit die Zeichen seiner Wehrhaftigkeit: die mit damaligen Waffen schwer zu erobernde Basaltmauer, die in Tuff gehaltenen Zinnen, um dahinter in Deckung zu gehen, die Schießscharten in der Basaltmauer und in den Zinnen, den Graben sowie die Türme und auf der stadtwärtigen Seite die Wallanschüttung. Auf dieser Wallhöhe hatte sich noch bis ins 19. Jahrhundert ein Wohnhaus erhalten. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte der Architekt Hans Schilling diese schmale Wallfläche für sein Wohnhaus. Der nordöstliche Wehrturm, ein Halbschalenturm, wurde im 15. Jahrhundert zu einem Mühlenturm ausgebaut. Heute nutzt die katholische studentische Jugend diesen Turm.
Termin: Sonntag, den 12. Juli 2026, 15.00 Uhr
Führung: Dr. Raimo Becker-Haumann
Treffpunkt: Am Kümpchenshof / Gereonswall, 50668 Köln
Haltestelle: Hansaring: Linien 12, 15, S 6, S11, S12, S13, S19, RB 25
27. Grünanlagen der Stadtmauerreste an der Ringstraße
Fahrradtour zu den ehemaligen und heutigen Grünanlagen vor den überkommenen Teilen der mittelalterlichen Stadtmauer. Im Zuge der Planung der Kölner Neustadt entwarf der Stadtbaurat Hermann Josef Stübben auch die Ringstraße. Er stellte sich die zu erhaltenden Teile der mittelalterlichen Stadtmauer als Attraktionen der Ringstraße vor. Um diese erst einmal an der Ringstraße sichtbar werden zu lassen, erhielten die abseits der Ringstraße gelegenen Befestigungsteile eine vorgelagerte Freifläche, die durch Bepflanzung mit Blumen und Bäumen eine Schmuckanlage für die Ringstraße darstellten und die Besonderheit der mittelalterlichen Bauwerke betonten. Am Sachsen- und am Hansaring entstanden so weitere ausgeweitete Grünflächen. Während der Fahrradtour erfahren Sie etwas über die Geschichte und heutige Gestalt der Anlagen vor den Teilen der mittelalterlichen Stadtmauer.
Termin: Sonntag, den 12. Juli 2026, 15.00 Uhr
Führung: Dr. Joachim Bauer
Treffpunkt: Bottmühle, Severinswall Höhe Karl-Korn-Straße, 50678 Köln
Haltestelle: Ubierring: Linien 15, 16, 133
28. Eigelsteintor
Siehe die Veranstaltungsbeschreibung unter Punkt 9
Termin: Sonntag, den 12. Juli 2026, 12.00 bis 21.00 Uhr
Treffpunkt: Eigelsteintorburg, Eigelstein 135a
Haltestelle: Ebertplatz: Linien 12, 15, 16, 18, 127, 140
Informationen zu eventuellen Änderungen der Veranstaltungen finden Sie auf der Webseite von FORTIS COLONIA e.V. (www.fortis-colonia.de).
Die Veranstaltungen sind kostenlos. Fragen an: Dr. Henriette Meynen (T. 0221/810147).
Aus versicherungstechnischen Gründen müssen wir darauf hinweisen, dass das Betreten der Bauwerke auf eigene Gefahr geschieht.
Die beliebte Kölner Festungskarte mit dem ausführlichen Programm liegt ab Ende Juni 2026 bei Köln Tourismus (am Dom), im Bürgerladen der Stadt Köln an Farina, im Stadthaus, in den Bezirksrathäusern, in Buchhandlungen etc aus.
Laden Sie sich hier unsere ausführliche Broschüre mit allen Veranstaltungen der Kölner Festungstage 2026 herunter: PDF

