Grußworte von Konrad Adenauer und OB Jürgen Roters 2015

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Geleitwort des 1. Vorsitzenden Konrad Adenauer

Zum sechsten Mal können wir den Kölner Bürgerinnen und Bürgern Veranstaltungen zu stadtgeschichtlichen Themen im Zusammenhang mit der einstigen Festungseigenschaft Kölns anbieten. Entsprechend dem diesjährigen „Preußenjahr“ (anlässlich der Besitzergreifung des Rheinlandes 1815 und ihrer Folgen) konzentrieren wir uns auf die frühe Preußenzeit in Köln. Führungen und Vorträge zu den damals am Rande der heutigen Innenstadt geschaffenen Forts finden daher ganztägig statt. So kann jeder sich ein Bild von der Verschiedenartigkeit dieser Bauwerke und ihrer Umgestaltung machen. Diese Bauanlagen sind heute Besonderheiten in ihrem Umfeld und doch viel zu unbekannt.

Aber auch der Bereich vor der mittelalterlichen Stadtmauer wurde von den Preußen umfassend befestigt. Hiervon hat sich bis heute nur die Kaponniere an der Ulrepforte erhalten, die wir denn auch in unser Programm aufgenommen haben. Im Umkreis der Ulrepforte entstand bei der Anlage der Neustadt vor der mittelalterlichen Mauer mit Graben am Sachsenring eine weitläufige schmucke Grünanlage. Diese erscheint heute lediglich zu Verkehrsbegleitgrün degradiert zu sein und bedarf daher einer Sanierung und Neunutzung. Hier konnten wir zwei Mitbegründerinnen der „Initiative Stadtoasen“ gewinnen, die Geschichte der Anlage und Vorschläge zu deren behutsamer Veränderung vorzutragen.

Insgesamt stehen auf unserem Programm dieses Jahr wieder viele Führungen durch das grüne Köln. Dies ist nicht zufällig. Wurden doch die Festungswerke vielfach in grüne Forts umgewandelt und von Grün umgeben. Ich freue mich daher, dass Mitarbeiter/innen des Amtes für Grünflächen und Landschaftspflege wieder zu unseren Referenten gehören. Zudem begrüße ich die vielen ehrenamtlichen Mitwirkenden aus unterschiedlichen Vereinen und Institutionen. So helfen uns beim diesjährigen Aktionswochenende außer den städtischen Mitarbeitern Mitglieder des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, der Arbeitsgemeinschaft Festung Köln, des Kuratoriums historischer Waffensammler, der Freien Ritter zu Köln, der Universität zu Köln und der Fachhochschule Köln. Aber auch sonstige Nicht-Vereinsmitglieder oder nicht institutionsgebundene Personen beteiligen sich während der Präsentation an diesem Wochenende. Allen diesen gilt mein besonderer Dank.

Ich wünsche uns und allen Teilnehmern bei unseren diesjährigen Veranstaltungen spannende und informative Stunden.

Das ausführliche Programm, mit dem diesjährigen Schwerpunktthema „Köln und das Rheinland vor 200 Jahren: Die Preußen kommen“, in Form unserer „DENKmal-KölnKarte 2015“ erhalten Sie seit Mai kostenlos unter anderem im Kölner Bürgerladen, in allen Bezirksrathäusern, vielen Museen und im guten Buchhandel.

Grußwort des Kölner Oberbürgermeisters Jürgen Roters

Schirmherr des Aktionswochenendes DENKmal – Fortis Colonia 2015

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
liebe Freundinnen und Freunde der Kölner Festungsbauten,

auch in diesem Jahr habe ich gerne wieder die Schirmherrschaft über das schon traditionell zu nennende Aktionswochenende des Festungsvereins Fortis Colonia e.V. übernommen, das in diesem Jahr vom 19. bis 21. Juni stattfindet.

Schwerpunkte der Aktionswochenenden der vergangenen Jahre waren die römische und die mittelalterliche Stadbefestigung sowie die Befestigungsanlagen aus preußischer Zeit. Auch in diesem Jahr wird das Hauptaugenmerk auf die preußischen Forts gelenkt – und zwar unter dem Motto „Die Preußen kommen“ -, um das Preußenjahr in den Blickpunkt zu rücken.

Die ersten preußischen Festungsbauten, die noch erhaltenen Forts am Rande der heutigen Innenstadt, Fort I an der Südbrücke, Fort IV im Volksgarten, Fort V – heute Teil des geographischen Instituts der Universität Köln an der Zülpicher Straße – und Fort X am Neusser Wall bilden daher die Schwerpunkte der diesjährigen Aktion. Diese vier Bauwerke heben sich von ihrer Umgebung deutlich ab. Dennoch ist gegenwärtig über deren einstige Bedeutung zu wenig im allgemeinen Bewusstsein bekannt. Daher begrüße ich die Veranstaltungen am Fort X – unter anderem ein umfangreiches Biwak sowie Außen- und Innenführungen – , um den Besucherinnen und Besuchern eine Vorstellung von der ursprünglichen Festungseigenschaft Kölns zu vermitteln.

Die einstigen militärischen Bauten sind heute zumeist im städtischen Besitz, und hier gewähre ich gerne Zugang. Auf dem Programm stehen nicht nur Befestigungsbauten, sondern auch sonstige ehemalige militärische Einrichtungen, so die einst als Riehler Heimstätten bekannten Bauten des SBK oder das Bürgerhaus Stollwerck, ein ehemaliger Mehlspeicher. Zu der Geschichte des Bürgerhauses Stollwerck gibt es eine kleine Ausstellung mit historischen Unterlagen und eine Führung mit einer städtischen Mitarbeiterin.

Wie immer bin ich sehr dankbar, dass sich auch für dieses Aktionswochenende wieder viele Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich zusammengefunden haben, um Ihnen allen, die sich für die Kölner Festungsbauten interessieren, diese historischen Gebäude mit Ausstellungen, Vorträgen, Führungen und Spaziergängen zugänglich zumachen und somitnäher zu bringen.

Ich wünsche Ihnen allen bei der Besichtigung dieser Festungsbauten viele Spannende Einblicke!

Ihr
Jürgen Roters
Oberbürgermeister der Stadt Köln